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12 Stunden MTB Europameisterschaft

Nach drei Jahren Pause wurde endlich mal wieder eine 12 Stunden MTB Europameisterschaft ausgetragen und das auch noch in Deutschland. Somit war bei der Saisonplanung eigentlich schon klar, dass ich da unbedingt zum Saisonabschluß starten möchte.

Da ich aber aus privaten Gründen die letzten zwei Monate so gut wie nicht mehr trainieren konnte und auch schon ein gutes Stück von meiner Form im Juni entfernt war, musste ich am Renntag versuchen noch mehr als sonst taktisch zu fahren und viel Kampfeinsatz zu zeigen. Aufgrund der schon kürzeren Tage war ein Start um 07:00 Uhr schon etwas ungewohnt aber absolut die richtige Entscheidung des Veranstalters.

Da es bei solchen Rennen in den ersten Runden doch sehr hektisch zugeht und man absolut keinen Überblick über seine aktuelle Position hat, versuchte ich mich aus all den Positionskämpfen rauszuhalten und erstmal mein individuelles Renntempo zu fahren. Gerade als sich eine vierköpfige Spitzengruppe gefunden hatte, fuhr ich einen Hinterradplatten und so musste ich dem Feld einige Zeit wieder hinterherfahren. So langsam fand ich meinen Rhythmus und mit konstanen Rundenzeiten konnte ich nach zwei Stunden Fahrzeit die alleinige Führung übernehmen. Nach einem Drittel der Renndauer fehlten mir nur noch vier Fahrer für den kompletten Rundengewinn und nahm Kumpel Flo Probst mit in den Windschatten. Nur zwei Runden später hatte ich alle Einzelfahrer überrundet und folglich lag auch Florian ab diesem Zeitpunkt auf Rang zwei.

Die jetzige Ausgangslage war absolut perfekt für mich, da ich den inzwischen größten Konkurrenten an meinem Hinterrad hatte und der mit dieser Situation absolut zufrieden war. Somit konnten wir zu zweit die restlichen sieben Rennstunden kontrolliert auf dem knapp 8km langen und mit 130hm aufwartenden Rundkurs über den Schatzberg zurücklegen und nach 11:41 Stunden zusammen über die Ziellinie fahren.

Am Ende reichten 271km und 4600hm für den Gewinn des Europameistertitels und nach einer kurzen durchwachsenen Rennsaison 2013 ist nach dem Vizeweltmeister über 12 Stunden nun auch noch dieser schöne Erfolg dazugekommen. Besonderer Dank noch an meine Radfreunde vom Cafe Grimm aus Hilpoltstein, die mich über die gesamte Renndauer bestens betreuten und motivierten. :-)



12 Stunden Weltmeisterschaft Weilheim

Die Vorzeichen standen eigentlich ungünstig, noch schwere Beine vom Rennen in Italien, kein rennfertiges Bike und dann auch noch der Umstieg von 26" auf 29" und das bei einem 12 Stunden Rennen bei dem es in den Wurzelpassagen dann doch hart zur Sache geht.

Aber die Enttäuschung von der materialbedingten Aufgabe in Italien saß tief und der Wetterbericht ließen meinen Entschluß dann doch reifen, bei der 12 Stunden Weltmeisterschaft in Weilheim an den Start zu gehen. Also noch kurz mit Kumpel Rupert Palmberger die gemeinsame Betreuung an der Strecke abgesprochen und schon konnte es losgehen.

Es bewahrheitete sich wieder mal die alte Regel, dass man nicht mit Material an den Start gehen sollte, dass man nicht ausreichend im Training getestet hatte, aber mir blieb keine andere Wahl. Nach zwei schnellen Anfangsrunden auf Platz zwei ging's auch schon los.....die Sattelstütze rutschte trotz fester Klemmung ständig nach unten und mein hinterer Reifen verlor stetig Luft. Beim Ersatzlaufrad das gleiche Spiel, also alle zwei Runden anhalten und nachpumpen....und das über 12 Stunden !!! Die Sattelstütze bekamen wir dann mit Fettlöser in den Griff aber das Hinterrad zwang mich zu mind. 20 Stopps und so entwickelte sich das Rennen schon wieder zu einer Nervensache, da auch die Beine noch nicht so mitspielten wie erwünscht.

Die ständigen Stopps und das unrhythmische Fahren bewirkte, dass ich nach 3 Stunden bis auf Platz fünf zurückfiel und auch das erste Mal in meinem Leben überrundet wurde. Rupert hatte ein enormes Tempo hingelegt und musste auch etwas Gas rausnehmen. Also beschlossen wir die restliche Fahrzeit bis 20 Uhr gemeinsam zurückzulegen, da es auch mir inzwischen von den Beinen her besser ging. So war es nur eine Frage der Zeit bis wir die vor mir liegenden Fahrer überholten und Rupi schon mal seinen Rundenvorsprung auf die gesamte Konkurrenz hatte. Nun galt es auch für mich alle Einzelfahrer zu überrunden, um dann die letzten Stunden etwas "gemütlicher" die Runden um das Weilheimer Göggerl drehen zu können. Nur die Stopps zum Nachpumpen des Hinterrads verzögerten die Taktik etwas, aber nach knapp neun Stunden Fahrzeit hatte auch ich den drittplatzierten Armin Hackl überrundet und der war auch nicht abgeneigt, das Rennen mit uns gemeinsam zu Ende zu fahren.

So fuhren wir nach knapp 12 Stunden und über 260km gemeinsam über die Ziellinie und dies hieß am Ende dann Platz zwei in der Gesamtwertung sowie den Weltmeistertitel in der Kategorie Master. Verdienter Sieger wurde Rupert Palmberger, der zurecht als einer der besten Marathonfahrer der Welt ganz oben auf dem Stockerl stand. Auch ohne die Materialprobleme und ausreichender Erholung vor dem Rennen wäre es verdammt schwer geworden ihn zu schlagen.

Ergebnisse:

1.Platz  Rupert Palmberger  GER  43 Runden (267km) 11:53

2.Platz  Michael Kalivoda  GER 42 Runden (261km) 11:53

3.Platz  Armin Hackl  GER 41 Runden (255km) 11:53

4. Platz  Markus Ziegler  GER 40 Runden (249km) 11:50

5.Platz Danny van Nuffelen  NED  38 Runden (237km) 11:47



Fat Tire Spectacular Garmisch

Auch wenn es nicht unbedingt meine Spezialdisziplin ist, weniger als eine Stunde über Stock und Stein zu fahren, aber das Fat Tire XC-Rennen der US Streitkräfte ist ein absolutes Muss. Schließlich handelt es sich hier um das älteste MTB-Rennen Deutschlands und bei der diesjährigen 27. Auflage wurden quasi der Deutsche Meister im XC der in der Bundesrepublik stationierten US-Amerikaner ermittelt.

Da es aber ein offenenes Rennen ist, dürfen natürlich nicht nur Armee-Angehörige starten und das Rennen auf den Übungsgelände der Keanslodge erfreut sich alljährlich großem Zuspruch aus der Bevölkerung.

Bei traumhaften Spätsommerwetter wurden die ca. 50 Starter auf einen 5km langen XC-Rundkurs geschickt, den es insgesamt fünfmal zu absolvieren galt. In der Streckenführung waren neben einem längeren Anstieg auf Schotter auch viele technische Trails und eine Schiebpassage eingebaut. Nach dem Start reihte ich mich auf Platz vier ein, immer mit Sichtkontakt zur Spitzengruppe. Anfangs der zweiten Runde konnte ich mich am längeren Anstieg bis auf Platz zwei vorschieben mit wenigen Sekunden Rückstand auf den Führenden. Ab Rennrunde drei übernahm ich die Führung und konnte diese kontinuierlich ausbauen, so dass ich nach einer Fahrzeit von knapp 50 Minuten einen ungefährdeten Sieg über die ungewohnte Kurzdistanz einfahren konnte. Platz zwei sicherte sich Trainingspartner und ehemaliger Nationalfahrer Ander Seuferth/CUBE aus Grainau und den dritten Platz sicherte sich der stark fahrende Stefan Bachmaier.

Ergebnisse:

1.Platz  Michael kalivoda Ghost/Maloja  49:42

2.Platz  Ander Seuferth Cube  50:48

3.Platz  Stefan Bachmaier  51:04

4.Platz Dominik Gansler  Black Tusk Racing  51:26

5. Platz Hubert Lorenz  DIMB  54:34



6 Stunden MTB Rennen Bad Griesbach

Auch wenn die Beine noch etwas müde vom 12 Stunden Rennen in der Vorwoche waren, entschloß ich mich kurzfristig zur Teilnahme am 6h MTB Rennen in Bad Griesbach in Niederbayern. Da das ursprünglich geplante 24 Stunden Rennen von der federführenden Agentur abgesagt wurde, hatte der TSV Bad Griesbach, das Stift Rottal und die Heimatvereine, auf die Schnelle einen gut organisierten Wettbewerb auf die Beine gestellt.

Punkt 13 Uhr erfolgte der Startschuss mit ohrenbetäubendem Lärm der Böllerschützen und schon ging es auf einen anspruchsvollen 6 Kilometer langen samt 110 Höhenmetern zu bewältigenden Cross Country Kurs rund um die Kurgemeinde. Da ich als Einzelstarter und ohne Betreuer am Streckenrand, unterwegs war, hatte ich während der gesamten Renndauer keine Information über meine Konkurrenz bzw. meine Platzierung. Nach Rennhälfte wurde mir von einem anderen Teamfahrer mitgeteilt, dass ich mit gut fünf Minuten Rückstand auf dem zweiten Gesamtrang liege und so musste ich um meine Siegchancen zu wahren, das Tempo nochmals erhöhen. Unnötigerweise hatte ich auch noch zu diesem Zeitpunkt einen Platten und nach kurzer Reparaturpause, gelang es mir mit guten 14er Rundenzeiten noch den Führenden Berthold Stadler abzufangen und das Rennen nach 05:47 Stunden knapp zu gewinnen. Am Ende standen 24 Runden mit insgesamt 144 Kilometern samt 2650 Höhenmetern zu Buche.

 

 

Ergebnisse:

1. Platz Michael Kalivoda  24 Runden  5:47:38 Stunden

2. Platz Berthold Stadler  24 Runden  5:49:16 Stunden

3 .Platz Tobias Kriegl  24 Runden  05:58:07 Stunden



12 Stunden MTB Rennen Schnaittach

Das 12 Stunden MTB Rennen im fränkischen Schnaittach wurde bei der vierten Auflage zur erwarteten Hitzetortour. Glücklicherweise waren viele Passagen des technisch anspruchsvollen aber flüssig fahrbaren Rundkurs über 7,2km  samt 110hm, im schattigen Wald, so dass man nicht ständig der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt war.

Nach der Einführungsrunde über den Marktplatz von Schnaittach ging es auf die Rennstrecke und da auf den Singletrails ein Überholen unmöglich war, herrschte erstmal eine gewisse Hektik bei den Positionskämpfen. Aber nach zwei Runden hatte sich das Ganze normalisiert und ich konnte meinen Rhythmus fahren. Mit dem Vorjahressieger Marco Luthardt (Prowell Team Harzblut) hatte ich die ersten Runden einen hartnäckigen Verfolger, so versuchte ich bei Rennrunde fünf mich von ihm abzusetzen. Meinen kleinen Vorsprung konnte ich Runde für Runde etwas ausbauen und nach Rennhälfte hatte ich schon einen komfortablen Vorsprung von 10 Minuten. Nach neun Stunden Fahrzeit gelang mir schließlich der taktisch wichtige Rundengewinn und ab diesen Zeitpunkt beschloß ich etwas Tempo rauszunehmen, da bei der enormen Hitze die Nahrungsaufnahme nicht einfach war.

So spulte ich die verbleibende Zeit bis zum Zielschluß um 21:00 Uhr meine kontrollierten Runden ab und freute mich, dass ich nach gut 275km und gut 4000hm die Ziellinie erreichte. Die abschließende Siegerehrung mit Bewirtung von fränkischen Wurstspezialitäten unter freien Himmel rundeten die hervorragend organisierte Veranstaltung des RC Schnaittachtal ab. Mein besonderer Dank gilt noch dem Betreuerteam aus Hilpoltstein für die perfekte Versorgung&Motivation am Streckenrand.

Ergebnis 12 Stunden MTB Schnaittach Einzelfahrer:

1.Platz Michael Kalivoda Ghost/Maloja 38 Runden 11:49:40  23,13 k/mh

2.Platz Marco Luthardt Prowell Team Harzblut 37 Runden 11:56:24  22,31 k/mh

3.Platz Norbert Haberkorn TSV Flossenbürg 35 Runden 11:48:46  21,33 k/mh

4.Platz Christoph Schwerdt Radsport Duschl 34 Runden 11:45:07   20,83 k/mh

5.Platz Herbert Deutschländer Ghost Racing Team 33 Runden 11:48:44   20,11 k/mh

 



MTB Open Gran Canaria

Mit dem MTB Open auf Gran Canaria stand der zweite Marathon innerhalb von nur sechts Tagen auf dem Programm. Aber während man in Deutschland die Zeit zwischen den Rennen mit Regeneration verbringen würde, nutzte ich die sonnigen Tage um noch ein paar Kilometer in die Beine zu bekommen. Neben der Streckenbesichtigung musste ich auch leider einiges an Zeit mit einer gebrochenen Hinterradfelge verbringen.

Pünktlich zum Renntag waren dann alle Materialprobleme behoben und mit doch etwas schweren Beinen ging es über die ersten Anstiege bis zur Streckenteilung bei Kilometer 25. Mit Platz zehn ging es in die technischen Trails hinab in die Tirrana-Schlucht und wollte in der zweiten Rennhälfte nochmals versuchen ein paar Plätze gutzumachen. Schließlich standen noch die steile Auffahrt aus der Schlucht sowie die legendäre Tragepassage an der Wasserleitung hinauf nach San Bartolome an. Trotz eines Reifendefekts konnte ich mich bis zum Ende der Tragepassage noch auf den siebten Platz vorarbeiten, mit Blickkontakt zu Platz vier. In der langen Abfahrt Richtung Ziel in Maspalomas, wollte ich nochmals das Tempo forcieren, musste allerdings schockiert feststellen, dass mir die Achse meines rechten Pedals gebrochen war und konnte die letzten 20km nur noch einbeinig und die Abfahrten übervorsichtig zurücklegen.

Letztendlich konnte ich meinen siebten Gesamtrang noch bis über die Ziellinie retten und war heilfroh ohne Sturz diese ruppigen Abfahrten gemeistert zu haben. Mit zwei ganz ordentlichen Marathonrennen konnte ich schließlich den zweiten Gesamtrang in der Challenge Canarias knapp behaupten und hoffe, dass sich das Materialpech für diese Saison erledigt hat.

Ergebnis MTB Open Gran Canaria (89km/2300hm)

1.Platz James Ouchterlony GBR

2.Platz Daniel Gathof GER

3.Platz Martin Horak CZE

4.Platz Javier Ramos ESP

5.Platz Francisco Perez Cruz ESP

6.Platz Adriano Cordoves ESP

7.Platz Michael Kalivoda GER

8.Platz Michele Degasperi ITA

9.Platz Samuel Fahrun GER

10.Platz Abel Sanchez ESP

 

Gesamtwertung Challenge Canarias

1.Platz James Ouchterlony GBR

2.Platz Michael Kalivoda GER

3.Platz Francisco Perez Cruz ESP



7. MTB Marathon La Palma

Ein zweiter Platz steht zum Saisonstart auf der Kanareninsel La Palma zu Buche. In einem turbulenten Rennen lief es gerade bergauf schon richtig gut, auf den Downhills war allerdings Vorsicht geboten, es war der technisch anspruchvollste Marathon auf La Palma aller Zeiten.

Nach der langen Bikepause und der kurzen Vorbereitungsphase von gerade mal vier Tagen stand der erste Formtest beim int. Bikemarathon auf der Kanareninsel La Palma an. Da dieses Rennen durch mehrere Vegetationsstufen, tiefsten Urwald aber auch messerscharfe Vulkanlandschaft führt, ist sehr gute und sichere Fahrtechnik gefragt.

Der Rennkurs wurde zum Vorjahr sogar nochmals fahrtechnisch aufgewertet und mit dem Quemada-Trail wurde ein weiteres Downhillstück direkt durch einen Lavastrom gelegt. Am ersten Anstieg legte gleich der starke Brite James Ouchterlony so richtig los und zeigte der Konkurrenz erstmal das Hinterrad, ich reihte mich als Fünfter in der Verfolgergruppe ein.

Am höchsten Punkt und der Wetterscheide auf La Palma konnte ich mich dann als Viertplatzierter in den langen Downhill durch den Dschungel auf der Ostseite der Insel hinabstürzen. Dabei richtete ich mein Hauptaugenmerk auf eine kontrollierte und sichere Fahrweise, auch wenn ich hier einiges an Zeit verloren habe. Nach einer langen wiederrum sehr steilen Auffahrt über den höchsten Punkt der Strecke auf die sonnige Westseite konnte ich den Rückstand auf Platz drei etwas verkürzen und nach einer längeren Tragepassage, den Spanier überholen. Es folgte das technisch schwerste Stück der Abfahrt hinab nach El Paso durch den Lavastrom und musste nach dem Downhill feststellen, dass mein Hinterrad Luft verlor. Nach kurzem Nachpumpen machte ich mich wieder auf den Weg und konnte im Flachstück zum letzten Anstieg des Tages noch den bis Dato zweitplatzierten Ouchterlony überholen.

Als ich zu Beginn des letzten Anstiegs wieder keine Luft im Hinterrad hatte, entschloß ich mich doch noch schnell einen Schlauch einzuziehen um den zweiten Platz noch irgendwie ins Ziel retten zu können. Gerade als ich mit dem Wechsel fertig war, konnte Perez Cruz zu mir aufschließen. Da der Anstieg mit 150hm nicht gerade lang war und eine technische Abfahrt ins Ziel folgte, musste ich versuchen nochmals ein kleines Polster bis zur Abfahrt herauszufahren. Schließlich gelang es mir mit 27 Sekunden Vorsprung den zweiten Platz zu verteidigen. Sieger wurde der Spanier Adriano Cordoves vom Team Loro Parque.

Am kommenden Samstag geht es auf Gran Canaria beim MTB Open neben der Tageswertung auch noch um die Gesamtwertung der Challenge Canarias, bei der ich momentan auf dem zweiten Platz liege.

 

Ergebnis 7. Bikemarathon La Palma (80km/2300hm)

1.Platz  Cordoves, Adriano  ESP 3:32;58

2.Platz  Kalivoda, Michael  GER 3:40:15

3.Platz  Perez Cruz, Francisco  ESP 3:40:47

4.Platz  Ouchterlony, James  GBR  3:51:08

5.Platz  Maceira, Jose ESP 3:51:39

 



Fudenas-Marathon 2010

Zum Saisonabschluss galt es nochmals einen dicken Brocken unter die Stollen zu nehmen, den mit 150km/2300hm langen Fudenas  Marathon auf der Kanareninsel Fuerteventura. Diese Veranstaltung gilt als einer der spektakulärsten und schwersten MTB-Marathons, nicht nur wegen der Streckenlänge, sondern hauptsächlich wegen den klimatischen Verhältnissen auf der Urlaubsinsel. Neben den sehr heißen 38°C am Renntag, galt es außerdem den starken Wind und den vulkanischen bzw. sandigen Untergrund zu trotzen.


Die diesjährige vierte Auflage des Marathons, das durch die auf den Kanaren stationierte Militäreinheit Soria9 organisiert und durchgeführt wurde, erreichte mit gut 900 Startern einen neuen Beteiligungsrekord und dementsprechend hektisch ging es nach der neutralisierten Startphase aus dem Startort in Corralejo, ganz im Norden der Insel gelegen, zur Sache. Doch bereits am ersten Anstieg formierte sich eine achtköpfige Spitzengruppe, in der neben fünf Spanier auch der auf Teneriffa lebende mehrmalige englische Marathonmeister James Ouchterlony, der frühere Staatsmeister und Bergkönig aus Österreich Hans-Peter Obwaller und meine Person angehörten. Diese Gruppe harmonierte anfangs ganz ordentlich und schnell konnte ein passabler Vorsprung zum restlichen Verfolgerfeld herausgefahren werden. Allerdings wurde ich von einem plötzlichen Antritt des Österreichers überrascht und so zerfiel unsere Gruppe in ein Führungstrio mit Martin (ESP), Ochterlony (GBR), Obwaller (AUT) und ich fand mich mit vier Spaniern in der Verfolgergruppe. Aufgrund der Streckenkenntnisse wusste ich, dass es keinen Sinn mache vor Kilometer 110 des Rennens eine Attacke aus der Gruppe zu versuchen.  Ärgerlich war allerdings, dass sich die Spanier uneinig waren und in der Folgezeit wuchs der Rückstand auf die drei Führenden rapide an.

Kurz vor Rennhälfte konnten wir den Spanier Martin wieder einholen und mit einer Tempoverschärfung gelang es mir unsere Gruppe auf drei Fahrer zu reduzieren. Nach 110km erreichte man die Südküste von Fuerteventura und es änderte sich das Streckenprofil schlagartig. Nun galt es die sehr steilen Anstiege mit technisch schwierigen Abfahrten an der zerklüfteten Südküste in Richtung dem Zielort Morro Jable zu bezwingen. Hier muss man zusätzlich auch noch mit starkem Gegenwind kämpfen und gleich an der ersten Rampe setzte ich einen erfolgreichen Ausreißversuch. Aufgrund des schon sehr großen Rückstandes auf die beiden Führenden, galt es den noch verbleibenden Stockerlplatz zu ergattern. In etwa 30 Kilometer vor dem Ziel konnte ich zu meinem Erstaunen dann den zweitplatzierten Obwaller an einem der längeren Anstiege vor mir sehen und ich witterte doch noch meine Chance auf den zweiten Platz.  Hierbei riskierte ich in der letzten technischen Passage ca. 20km vor dem Ziel etwas zu viel und stürzte in einer sandigen Linkskurve und verlor hierbei wertvolle Zeit. Somit musste ich erkennen, dass ich mit starken Schmerzen nur noch auf die Verteidigung des dritten Gesamtrangs bis ins Ziel fahren konnte.

Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle mal wieder Petra Wonisch von Canary-Bike für die perfekte Organisation & Betreuung vor Ort und dem Militärarzt der Soria9 für die schnelle Versorgung meiner Sturzwunden im Ziel !!!

 

Ergebnis:

1.Platz  Ouchterlony, James (GBR)      05:05:24
2.Platz  Obwaller, Hans-Peter (AUT)     05:22:11
3.Platz  Kalivoda, Michael (GER)         05:25:10
4.Platz  Perez, Francesco (ESP)          05:27:23
5.Platz  Maceira, Jose Marcos (ESP)    05:29:46



12 Stunden MTB-Weltmeisterschaft Weilheim

Nach zwölf Stunden im Sattel bei widrigen Wetter- bzw. Streckenverhältnissen und kalten 6°C konnte ich mich letztendlich doch relativ ungefährdet gegen den stark fahrenden Ulrich Rose vom Team Focus durchsetzen und den Weltmeistertitel in dieser noch jungen Disziplin holen.

Gleich vom Start weg machte der junge Focus-Fahrer Ulrich Rose ein Mordstempo, so dass ich in Begleitung meines Trainingskumpels Jürgen Kreibich/Team Zwillingscraft die ersten beiden Stunden auf den Rängen drei und vier auf dem 6km langen Rundkurs unterwegs waren. Die Strecke war in den Trailpassagen durch den starken Regen sehr matschig und aufgeweicht, so dass sich die Abfahrten als ungewöhnlich schwer präsentierten, auch bergauf war es sehr zäh durch die mit Schlamm verklebten Stollenreifen. Als Einzelfahrer kommt man ja nicht in den Genuß sein Bike jede Runde zu waschen und so musste das ein oder andere Kilogramm an Matsch über die gesamte Renndistanz mitgenommen werden und auch die Gängewahl beim Schalten war sehr beeinträchtigt.

Nach einem Drittel der Renndistanz konnten wir dann zum Zeitplatzierten Andre Kinzel/Team Speedzone aufschließen, allerdings der Rückstand auf Rose betrug weiterhin konstant vier Minuten. Eine Unachtsamkeit führte zu einem schmerzhaften Sturz auf Asphalt, der allerdings bis auf eine Schürfwunde am linken Knie ohne Folgen blieb. Als sich nach Rennhälfte Jürgen Kreibich aufgrund von Trainingsrückstands für eine Rennaufgabe entschied, blieb mir die alleinige Verfolgung des Führenden. Da aber auch ich noch über fehlende Grundlagen- und Rennkilometer verfüge, fuhr ich weiter meine einigermaßen konstanten Rundenzeiten, in der Hoffnung dass sich Rose mit seiner Renneinteilung dann doch verschätzen würde.

Mit meiner konstanten Fahrweise konnte ich den Rückstand dann doch verringern und nach 7,5 Stunden Fahrzeit zum Führenden aufschließen. Nachdem wir ein Runde gemeinsam unterwegs waren, merkte ich, dass Ulrich Rose doch an den steilen Anstiegen meinem Tempo nicht ganz folgen konnte und ich nutzte die Lücke um meine Solofahrt an der Spitze zu starten. Der Vorsprung wuchs relativ schnell auf beruhigende drei Minuten und ich versuchte im letzten Renndrittel weiterhin meinen Rhythmus zu fahren, da ich auch nicht genau wußte wie lange mein Körper schon eine solche Strapaze durchsteht und im Hinblick auf die noch lange sowie anstrengende Saison nicht unnötig einen guten Formaufbau zu riskieren.

Bis zum Zieleinlauf nach 11:53 Stunden fuhr ich weiterhin Rundenzeiten um die zwanzig Minuten und konnte erstmalig den Weltmeistertitel über die 12 Stunden Distanz einfahren. Aufgrund der Wetter- und Streckenbedingungen bin ich mit den zurückgelegten 228km durchaus zufrieden und stimmt mich zuversichtlich auf die ansteheden schweren Rennen in 2010.

Rennergebnis:

1 25 Kalivoda Michael (GER) Ghost-Maloja 38 228,0 11:53:190
2 46 Rose Ulrich  (GER) Focus BAD SALZDETFURTH 37 222,0 11:45:27
3 38 Linz Thomas Fervor (GER) Cycling Team/ RSC St.Ingbert 36  216,0 11:58:15



Challenge Canarias

Auch wenn ich in manchen Situationen nicht mehr an einen Podestplatz geglaubt habe, hat es letztendlich dann doch noch wie im Vorjahr zum dritten Platz in der Challenge Canarias gereicht. Nach Startschwierigkeiten hatte ich gerade zum Finale auf Gran Canaria schon richtig gute Beine und das stimmt mich zuversichtlich im Hinblick auf die anstehenden Rennen ab Mitte Mai.  

Die zweite Auflage dieser Frühjahrsserie war eine gelungene und gut organisierte Veranstaltung auf drei verschiedenen Inseln. Hoffentlich gibt es diesen Event auch in 2011 wieder und dann mit Fuerteventura als vierten Marathon. 

 

Gesamtwertung "Challenge Canarias"

  1. Platz Andreas Strobel (GER) Vaude-Simplon
  2. Platz James Ouchterlony (GBR) Kona UK
  3. Platz Michael Kalivoda (GER) Ghost-Maloja



MTB Open Gran Canaria

Mittwochs in aller Frühe machten wir uns auf den Weg hinüber nach Gran Canaria, wo wir wie jedes Jahr im Bike-Hotel Gloria Palace im Süden der Insel untergebracht waren. Da laut Wetterbericht Calima (heißer staubiger Saharawind) angesagt war wollten wir mit drei kurzen Biketouren uns zwar die Strecke ansehen, versuchten aber bewußt das in einem gedrosselten Tempo im Hinblick auf das Rennen sowie der Gesundheit durchzuführen. Aufgrund der heftigen Unwetter im Winter wurde die Extreme-Strecke abgeändert und es musste auf die technischen Trailpassagen im Inselinneren verzichtet werden. Dafür wurde der Streckenverlauf so gelegt, dass man zuerst die Mitteldistanz über 55km und im Anschluß die kurze Runde über 35km anhängen musste.

Nach langer Neutralisierungsphase hinter bis zur Aquaras-Staumauer ging es in einem Höllentempo hinauf zum Adlerpass. In diesem Anstieg merkte ich dass die Beine im Gegensatz zu La Palma wesentlich besser waren und konnte mich bis zur Passhöhe auf Platz 10 vorarbeiten. Die restliche Wegstrecke auf der Mitteldistanz absolvierte ich gemeinsam mit dem starken Norweger Otto Eikeset und dem amtiereden belgischen Marathonmeister Kris Hertsens und verbesserten uns bis zum Eingang auf die abschließende Schleife der Kurzdistanz auf die die Ränge 6-8. Als der Adlerpaß das zweite Mal an diesem Tag überquert werden musste konnte uns der Belgier nicht mehr folgen und es gelang uns den starken Briten Ouchterlony einzuholen. Als kurz darauf auch noch Guido Thaler vom Corratecworldteam schwächelte, versuchte ich abermals das Tempo zu forcieren und so fand ich mich gemeinsam mit Eikeset vor der langen letzten Abfahrt hinab ins Ziel auf den Plätzen vier und fünf wieder. In der Abfahrt half ich noch kurz einem befreundeten Dänen mit einem Ersatzschlauch aus, konnte aber das Loch zu meinem norwegischen Begleiter bald wieder schließen. Fünf Kilometer vor dem Ziel musste das ruppige Bachbett gequert werden und dabei hat sich bei mir die Kette so dumm verklemmt, dass ich vom Rad absteigen und anschließend diese Passage auch kurz schieben musste. Ich schickte Eikeset weiter, da die Verfolger nicht weit hinter uns waren. Letztendlich konnte ich die Fahrt dann doch fortsetzen, allerdings keine Schaltvorgänge mehr vornehmen und musste bis ins Ziel diesen Gang fahren.

Schließlich konnte ich dann doch noch zwei Minuten auf den nächsten Fahrer bis ins Ziel retten und war trotz der dummen Panne am Ende mit meinem vierten Platz sehr zufrieden. Trotz der wenigen Kilometer in der Vorbereitung ist das ein sehr gutes Ergebnis für mich und das Erreichen des dritten Gesamtranges in der Challenge-Wertung ein toller Saisoneinstand. Bis zur 12 Stunden WM am 15.Mai ist noch genügend Zeit, um sich in eine gute Form zu bringen.

Abschließend gilt noch mein besonderer Dank dem Team von Canary-Bike um Petra Wonisch, für die Organisation und dem reibungslaufen Ablauf auf allen drei Inseln. Bedanken möchte ich mich außerdem für die großzügige Einladung durch das Patronat der Kanarischen Inseln !!!!!

Ergebnis 6. MTB Open Gran Canaria (90km/2100hm)

  1. Platz Henk-Jaap Morlag (NED) Rabobank-Giant
  2. Platz Andreas Strobel (GER) Vaude-Simplon
  3. Platz Otto Eikeset (NOR) Sykkelkomponeneter.no
  4. Platz Michael Kalivoda (GER) Ghost-Maloja
  5. Platz Stefan Gorscak (GER) Team Zwillingscraft
  6. Platz Kris Hertsens (BEL) Team Normadesk
  7. Platz Heinz Zörweg (AUT) Team KTM
  8. Platz Phillip Pangerl (GER) Moooove Racing Team
  9. Platz Antonio Yeray Ramos (ESP) Team La Cuevuelta
  10. Platz Martin Jochem (GER) Mountain Heroes
  11. Platz James Ouchterlony (GBR) Kona UK
  12. Platz Guido Thaler (AUT) Corratecworldteam



Bike Maraton La Palma

Die Ausgangsposition für die Gesamtwertung war klar, die ersten beiden Plätze waren quasi an Andreas Strobel (GER) sowie James Ouchterlony (GBR) vergeben, somit musste ich versuchen mit zwei guten Marathonergebnissen auf La Palma bzw. Gran Canaria evtl. noch den dritten Platz zu erreichen. Nach dem ersten Lauf Ende Januar auf Lanzarote lag ich noch auf Platz sechs der Gesamtwertung und hatte mit
dem Österreicher Silvio Wieltschnig und dem Spanier Francisco Perez Cruz noch zwei harte Kontrahenten auf Gesamtrang sieben und acht.

Allerdings sollte trotz der beiden Marathons auch noch der Grundstein für eine erfolgreiche Saison auf den Ultradistanzen mit schönen langen Trainingseinheiten während des 12-Tägigen Aufenthalts gelegt werden. Also schonten sich mein Trainingskumpel Andi Strobel/Vaude-Simplon und ich nicht, absolvierten die Tage vor dem Rennen auf La Palma viele technisch anspruchsvolle Touren die zu den Top-Spots in Sachen Freeriding weltweit zählen. Hier stießen wir mit unseren Race-Hardtails auch an die fahrtechnsichen Grenzen aber im Laufe der Woche wurde das Handling und Gefühl für das Biken wieder richtig gut.

Beim 6. MTB Marathon auf La Palma galt es bei strahlenden Sonnenschein und gut 22°C auf 61km gute 2000hm auf technisch sowie vulkanischen Terrain zu absolvieren. Da ich nach längerer Rennpause und den fehlenden Grundlagentraining auf dem Rad dann doch ein ungutes Gefühl hatte, versuchte ich das Rennen wie gewohnt eher passiv anzugehen. Außerdem hatten die anstengenden Touren der Vortage auch Spuren hinterlassen, so dass ich mich schon im ersten Anstieg über 800hm hinauf zum El Pilar ungewohnt schwer tat. So lag ich vor der Abfahrt in die dschungelartige Osthälfte La Palmas nur auf Platz 7 und riskierte bis zum tiefsten Punkt der Strecke hinunter nähe Mazo nicht viel. Den langen und unrhytmisch fahrbaren Anstieg wieder hinüber auf die Westseite in Richtung dem Ziel in El Paso absolvierte ich ebenfalls mit wenig Druck auf dem Pedal und hatte vom Kopf her schon die Gesamtwertung der Challenge abgeschlossen, als ich dann die letzten beiden kürzeren Anstiege vor El Paso doch etwas besser in Schwung kam und auch noch meinen direkten Konnkurrenten Wieltschnig einholen konnte. Letztendlich reichte es dann doch noch zu einem sechsten Gesamtrang in der Tageswertung und da meine direkten Verfolger ebenfalls nicht ihren besten Tag hatten konnte ich mich sogar auf den dritten Platz in der Challenge Wertung verbessern.

Mein besonderer Dank gilt hier dem Garmischer "Werschtlamo" samt Freundin Birgit, die zufällig zur gleichen Zeit auf La Palma im Urlaub waren und uns spontan Bestens betreuten. Auch während der acht Tage auf La Palma wohnten wir wieder bei unserem Kumpel Sigi Wagner in seiner Bike-Pension "El-Porvenir" und wurden dort wie immer Bestens versorgt !!!!!

Los Llanos, 14.03.2010, 2100 Hm, 62 Km

  1. Strobel Andreas (GER)
  2. Ouchterlony James Angus (GBR)
  3. Cordoves Adriano (ESP)
  4. Zörweg Heinz (AUT)
  5. Martin Juaquin (ESP)
  6. Kalivoda Michael (GER)
  7. Jimenez Neftali (ESP)
  8. Wieltschnig Silvio (AUT)
  9. Medina Oliver (ESP)
  10. Perez Francisco (ESP)

 

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