Biographie

Mein erstes Mountainbike kaufte ich im Jahre 1993 bei meinem Cousin Uwe, um meine Fitness für Berg- bzw. Klettertouren, nach Feierabend im Job zu steigern. Das MTB entwickelte sich immer mehr zu einem gleichwertigen Sportgerät und immer öfter wurden Kletterseil und Skistöcke gegen dieses Sportgerät ausgetauscht. In dieser Zeit entdeckte ich mit meinem Trainingspartner Andreas Strobel auch das phantastische Bikeparadies nördlicher Gardasee, dass ab dieser Zeit mehrmals im Jahr zu Kurztrips besucht und erkundet wurde. 

Nach einem tragischen Bergunfall beim Abstieg vom höchsten Berg Perus (Huascaran 6768m), bei dem wir einen unser besten Freunde verloren, beschlossen wir, den extremen Alpinismus aufzugeben und uns mehr den Mountainbikesport auch unter Wettkampfbedingungen zu widmen.

Im Jahre 1998 fuhr ich meine erste komplette Saison Mountainbike-Marathons und konnte schon einige beachtliche Erfolge einfahren. In der Folgezeit wurde der Trainingsaufwand von Jahr zu Jahr gesteigert und der Bergsport beschränkte sich im Winter auf das Skitourengehen und als Ausgleich Skilanglauf.

 Im Jahr 2000 war ich mit Kumpels das erste mal im Trainingslager auf Mallorca und merkte auch, dass meine Form nochmals eine guten Satz nach vorne machte. Allerdings hörte ich auch zu wenig auf meinen Körper und erkrankte während der Transalp-Challenge am Pfeifferischen Drüsenfieber. 

Nach einem eher mäßig erfolgreichen Jahr 2001 mit vielen ärztlichen Behandlungen, hatte ich im Jahr 2002 wieder eine gute Saison, in der ich eigentlich in allen Bereichen ( CC, Marathon und 12 Stunden Rennen) mit Siegen zurück auf der Erfolgsspur war. Dies setzte sich in den Jahren 2003 und 2004 fort, bis ich wiederum während der Transalp-Challenge mit den Symptomen dieser Viruserkrankung zu tun hatte und auch nach der 5.Etappe das Rennen entkräftet aufgeben musste.

 Im darauffolgenden Jahr versuchte ich ein Comeback mit einem Etappenrennen auf Kreta. Dies war damals das wohl härteste Etappen-Rennen der Welt und konnte mit einem dritten Platz beweisen, dass ich doch für Rundfahrten tauglich bin. Die Saison verlief wie auch dann 2006 ohne größere Probleme, allerdings zum "Siegfahrer" reichte es in diesen beiden Jahren nicht.

Das Jahr 2007 begann nach meinem Sturz in Kroatien mit einem kompl. Neuaufbau meiner Form und ich merkte von Beginn an, dass ich in dieser Saison was bewegen kann. So setze ich mir als Saisonziel die 24 Stunden WM im August als Einzelstarter zu fahren. In der Vorbereitung fuhr ich ab Ende April einige Marathon's und konnte gute Ergebnisse einfahren. Mitte Juni konnte ich ein 12 Stunden Rennen und zwei Wochen später auch mein erstes 24 Stunden Rennen gewinnen. Nach einer längeren Trainingsphase im Juli fuhr ich zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften noch einen Marathon und tankte dabei noch mal zusätzlich Selbstvertrauen. Der Weltmeistertitel war der Lohn für eine gute Saisonvorbereitung und konnte auch nur aufgrund meiner hervorragenden Betreuung an der Rennstrecke gewonnen werden. Nur zwei Wochen später konnte ich noch ein 10 Stunden Rennen in Österreich gewinnen und nach kurzer "Umgewöhnungsphase" auch wieder auf kürzeren Strecken vorne mitmischen.

2008 lag mein Hauptaugenmerk auch auf den Ultradistanzen und als Saisonvorbereitung wählte ich die Teilnahme an den Marathons auf La Palma bzw. Gran Canaria und stellte erstaunt fest, dass man auch ohne Trainingskilometer gleich gut in die Rennen starten kann. Nach dem Sieg beim 12 Stunden Rennen in Weilheim wollte ich auch die Woche darauf erstmalig bei einer 24 Stunden Europameisterschaft in Österreich teilnehmen. Allerdings machte ein Unwetter in den Abendstunden meine Titelambitionen zunichte, da ich trotz Führung das Risiko einer Fortführung des Wettkampfes als zu hoch empfand. Aufgrund von Hagel und Starkregen hatten sich die Trailpassagen in reißende Flüsse verwandelt und es war nur eine Frage der Zeit bis sich ein folgenschwerer Sturz ereignet. Der Veranstalter sah allerdings keine Veranlassung den Wettbewerb abzubrechen und somit war meine Entscheidung klar. Ärgerlich war im Nachhinein nur, dass das Rennen dann eine Stunde später doch abgebrochen und auch gewertet wurde.

Erstmals bin ich auch in diesem Jahr das wohl größte und bekannteste 24 Stunden Rennen weltweit, im Münchner Olympiapark gefahren. Gemeinsam mit meinem Kumpel Tom Hödlmoser aus Österreich dominierten wir die Konkurrenz und teilten uns dann den Sieg bei herrlichem Sommerwetter und Traumkulisse. Im August wollte ich dann bei der 24 Stunden Weltmeisterschaft natürlich meinen Titel verteidigen und war zu dieser Zeit in Topform. Allerdings brachte mich ein dummer Betreuerfehler um alle Siegchancen und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Nach einer fünfwöchigen Zwangspause nahm ich noch am 10 Stunden Bikeevent in Doren/Österreich teil und konnte dies zum Saison- abschluß noch gewinnen.

Erstmals haben sich die großen Marathonveranstaltungen auf den Kanaren dann 2009 zu einer Serie zusammengeschlossen und somit wählte ich wiederrum den Weg mich über Bike-Marathons auf die längeren Distanzen vorzubereiten. Nach den Rennen auf Gran Canaria, La Palma und Lanzarote konnte ich einen tollen dritten Platz in der Gesamtwertung erreichen. In Weilheim konnte ich den Hattrick mit meinem dritten Sieg in Folge schaffen, allerdings hatte ich dann beim 24er in München Sturzpech und musste trotz einem gewaltigen Vorsprung nach 18 Stunden das Rennen aufgeben. Die Schmerzen einer Steißbeinprellung waren einfach zu groß und ein Sitzen im Sattel unmöglich.

Vor der Weltmeisterschaft in der Maxhütte wollte ich allerdings noch ein 24 Stunden Rennen bestreiten und entschied mich kurzfristig in Bad Griesbach an den Start zu gehen. Dort war weniger die Konkurrenz als die Strecke das Problem, schließlich mussten dort ungewöhnlich viel Höhenmeter pro Runde bewältigt werden und es galt sich das Rennen gut einzuteilen. Gestärkt mit einem Sieg in Bad Griesbach trat ich zu den 24 Stunden Weltmeisterschaften in Sulzbach Rosenberg an. Bereits nach der ersten Runde war mir klar, dass mir der Kurs dort nicht entgegenkam, da zu flach und verwinkelt. Als dann nach ein paar Stunden auch noch starke Knieschmerzen auftraten, wollte ich schon fast die Titelträume begraben. Allerdings durch die unheimliche Unterstützung meiner Betreuer sowie einer guten Renneinteilung konnte ich die stark fahrende Konkurrenz letztendlich doch knapp in Schach halten. Mit einem Bergrennen und einem unglücklich verlaufenden Marathon in Oberstdorf beendete ich die Saison.

Das Jahr 2010 war geprägt von der Geburt meiner Tochter Julia und somit war klar, dass ich meine sportlichen Aktivitäten der Erziehung untergeordnet waren. Nach dem trotzdem vielversprechenden Saisonauftakt bei den Marathons auf den Kanaren und dem Titel bei der 12 Stunden MTB-Weltmeisterschaft hatte ich dann mit gesundheitlichen Problemen aber auch mit terminlichen Unpässlichkeiten zu kämpfen. Bei den beiden 24 Stunden Rennen in München und der Maxhütte, waren neben unsportlichen Verhalten der Konkurrenz und die absolut „WM-unwürdige“ sowie gesundheitlich nicht vereinbare Streckenführung die Gründe für vorzeitige Rennabrüche.

Die Saison 2011 wird schwerpunktmäßig wieder vermehrt im Marathonbereich aber auch einigen 12 Stunden Wettbewerben gesehen. In das Vorbereitungstraining werden einige Wettkämpfe im Skibergsteigen bestritten, bevor es Mitte März erstmalig wieder mit dem Mountainbike auf den kanarischen Inseln wieder einen Formaufbau mit Renneinsatz geben wird.